07 Rente – What the fuck?

Hallo zusammen und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von the female empowerment podcast. Heute möchte ich mit euch über ein Thema reden, welches mir sehr am Herzen liegt – eure Rente. Ihr denkt euch bestimmt, okay was will die Alte jetzt. Das ist noch Jahrzehnte von mir entfernt und außerdem zahl ich in die gesetzliche Rentenversicherung ein und mein Betrieb hat da auch was Aber lasst mich euch an das böse Märchen des demographischen Wandels erinnern…

Wie wir ja alle wissen, wird es in Zukunft immer mehr alte Menschen und immer weniger Nachwuchs geben. Bedauerlicherweise ist dieser Nachwuchs ebenfalls für unsere Rente verantwortlich und ich muss euch leider mitteilen, dass wir alle nur ein sehr kleines Stück vom Kuchen abgekommen werden. Das sieht schon mal düster aus für uns alle. Noch düsterer sieht es aus für diejenigen, die den Nachwuchs gebären und auch mal Zeit mit ihm verbringen möchten und somit eine Auszeit nehmen. Dieses sind i.d.R. die Frauen. Hier ist das Problem, dass diese wundervollen Damen, die ihre Kraft und Liebe in ihre Familien stecken leider hierfür kein Geld bekommen und somit nicht in die Rentenkasse einzahlen…

Ich sehe hier in Hamburg bereits viele ältere Herr- und Damschaften, die zusätzlich zu ihrer Rente einen 450€ Job machen müssen, einfach um ihren Lebensstandard zu halten oder auch um ihre Existenz zu sichern. Was mich wirklich traurig und auch wütend macht, ist die meisten davon haben bereits fast ihr ganzes Leben hart gearbeitet und selbst im Rentenalter reicht es nicht aus. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich will im Rentenalter die Welt bereisen und meine gewonnene Freiheit genießen und nicht im Supermarkt aushelfen müssen oder finanziell von meinen potentiellen Kindern abhängig sein.

Ich gehe mal davon aus, dass es euch ähnlich geht und deshalb haben ich folgenden sehr ernstgemeinten Appell an euch: Ladies, kümmert euch um eure Finanzen und spart Geld für eure Rente.

Wie kann man das am besten angehen?

Wir müssen erstmal eine Grundstruktur euer Finanzen erstellen. Ganz klassisch ist der erste Schritt: Welche Einnahmen habt ihr, welche fixen oder ggf. auch variablen Ausgaben habt hier. Prüft  Sprich: Wie viel Geld habt ihr zu freien Verfügung. Spar mindestens 10 % von Deinem Nettoeinkommen und lege es in irgendeiner Form an, da man auf einen normalen Girokonto leider derzeit keine Zinsen bekommt und aufgrund Inflation wird das Geld dann nur auf dem Account verweilen und bedauerlicherweise an Wert verlieren. Also investiere es in was immer Du möchtest und mit welcher Investitionsstrategie Du Dich wohl und sicher fühlst z.B. Immobilen, Aktien oder ETF-Sparpläne. Für die verschiedenen Anlagemöglichkeiten werde ich euch sinnvolle Links geben, wo ihr eigenständig über die verschiedenen Investitionsmöglichkeiten informieren können.

Das wäre also ein Zwei-Kontenmodell, man hat einmal sein Basiskonto und dann sein Sparkonto, welches man für seine Investments nutzt. Somit kann man seinen monatlichen Konsum und seine Rücklagen für die Rente gut trennen.

Des Weiteren sind ein Drei-Konten und ein Sechs-Konten-Modell weitverbreitet und strukturieren eure Finanzen noch stärker.

Das Drei-Konten-Modell ist vor allem durch den Buchautor Bodo Schäfer bekannt geworden. Hier hat man ebenfalls ein Basiskonto und Sparkonto mit mindestens 10 % (besser 20%) . Hinzu kommt ein Spaßkonto auf das man ebenfalls 10 % investiert und diese Geld wirklich nur für Dinge auszugeben, die einem Spaß machen. Ein Wellness-Tag, eine ausgedehnte Shoppingtour oder einen Tag einen Porsche mieten, was immer euer Herz begehrt. Zwingt euch hier ruhig das Geld für den jeweiligen Monat auf den Kopf zu hauen, von diesen 10 % soll nichts liegen bleiben.

Das sechs-Konten-Modell ist von T. Harv Eker ist sehr verbreitet und geht noch mehr in die Tiefe bzgl. der Aufteilung Deiner Nettoeinnahmen. Es teilt sich wie folgt auf:

10 % Finanzielle Freiheit / Rente
10 % Spaß
10 % Rücklagen
10 % Weiterbildung
10 % Spenden
50 % Fixkosten, weitere laufende Kosten

 

Ich finde die insbesondere das Weiterbildungskonto und das Spendenkonto sehr interessant und sinnvoll. Es ist immer gut sich weiterzubilden, um persönlich und beruflich weiter zukommen und dadurch den eigenen Horizont zu erweitern. Das Spendenkonto ist toll, da es sich einfach hervorragend anfühlt etwas an hilfsbedürftige Menschen, Tiere und Umwelt geben zu können. Immerhin sind wir eine der am besten verdienen Nationen und sollten mit unserem Geld auch gutes tun. Eker selbst begründet das Spendenkonto vor allem durch Spiritualität und mit dem Glaube, dass uns gutes (auch im finanziellen Sinne) wiederfährt, wenn wir gutes tun. Ich spende z.B. für eine Hilfsorganisation, die Genitalverstümmlung in afrikanischen Ländern bekämpft und suche derzeit noch einen lokalen Verband in Hamburg, der sich für die armen Kinder dieser Stadt einsetzt. Also falls hier wer gute Vorschläge hat, sind diese herzlich willkommen. Wichtig ist mir hierbei, dass das Geld auch wirklich ankommt.

Ich hoffe diese drei Kontenmodelle geben euch einen Überblick, wie ihr eure Finanzen in die Hand nehmen und strukturieren könnt und Geld für eure Rente ansparen könnt. Ihr könnte selbstverständlich die Prozentzahlen anpassen, wie sich euch gut passen. Es wäre aber schon sehr gut, wenn ihr mindestens eine Sparrate von 10 % eurer Einnahmen verwirklichen könnt und diese investiert oder ihr könnt die Konten an sich und ihren Sinn auch individuell anpassen. Ich habe z.B. ein Konto mit dem ich auf eine Wohnung sparen, um diese dann zu vermieten, dafür habe ich derzeit kein Weiterbildungskonto, da dieser Podcast derzeit für mich Weiterbildung genug ist J Also seid ihr nicht so streng zu euch und schaut, was gut für euch passt. Ich habe z.B derzeit sehr geringe Fixkosten und habe eine höhere Sparrate.

Also zusammenfassend:

  1. Einnahmen / Gewinnübersicht
  2. 3 Monatsgehälter Rücklagen bilden
  3. 10 Sparkonto à geeignete Investition identifizieren + umsetzen
  4. Kontenmodell aufstellen, was zu einem passt

Du benötigst auch nicht unbedingt 3-5 Konten: Spenden können monatlich direkt abließen und z.B. Sparpläne für Aktien und ETFs auch. Ansonsten www.moneyou.de

Die Lösung zu einer guten Rente = Sparen + dieses Geld investieren. Spießig aber wahr J

Links zum Investmentinput:

www.aktienmitkopf.de

www.madamemoneypenny.de

www.finanzfluss.de

 

 

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