39 Dr. Prisca Brosi – Associate Professor of Human Resource Management

Dr. Prisca Brosi ist
Associate Professor of Human Resource Management

Dr. Prisca Brosi ist 38 Jahre alt und lebt in Hamburg. Die Wirtschaftsingenieurin hat drei Jahre bei der Boston Consulting Group gearbeitet und dann anschließend ihre Doktorarbeit an der Technischen Universität München zu dem Thema Positive Emotionen in Organisationen geschrieben. Anschließend hat sie im Rahmen ihrer Habilitation rund um die Themen Führung, Innovation und Organisation geforscht und dabei auch Geschlechterunterschiede untersucht. Seit einem Jahr ist sie Associate Professor of Human Resource Management an der Kuehne Logistics University hier in Hamburg. Warum sie sich für eine wissenschaftliche Karriere entschieden hat, was sie auf ihrem bisherigen Weg erlebt hat und was Unterschiede zwischen Männer und Frauen im Job sein können, wird sie uns heute erzählen. Viel Spaß beim Reinhören!

Facts über Prisca:

  • Hat sich sehr bewusst für eine wissenschaftliche Karriere entschieden
  • Läuft sehr gerne Langstreckenläufe
  • Ist Tante und Patentante von drei süßen Nichten

Wissenschaftliche Karriere:

  • Schwächen: unsicherer Weg; viele befristete Arbeitsverträge; Auswahlkriterien nicht eindeutig und institutsanhängig
  • Stärken: neue Dinge zu entdecken -> die Freiheit sich eigene Projekte aussuchen zu können, von den Aufgaben her ist es sehr vielseitig und spannend
  • Mit Mitte 30 ist man quasi noch „Nachwuchs“
  • Langer Weg, der mit viel Hartnäckigkeit verbunden ist
  • Viel zu publizieren ist wichtig –> als Nachwuchsprof kann es sehr stressig werden, wenn Studien nicht klappen usw.

Motivation:

  • Zu verstehen warum und wie Menschen funktionieren –> eher die irrationale Seite interessant
  • Spaß an ihren Tätigkeiten und Menschen (z.B. Studenten) wachsen zu sehen
  • Motivationsboost: Es wird niemanden interessieren, wenn es nicht funktioniert. Deshalb muss ich sehen, wie ich das hinbekommen und wieder aufstehen–> wirkt wie eine kalte Dusche

Forschung:

  • Hat viele Stereotypen zu Frauen und Männern im Beruf betrachtet
  • Frauen: weniger durchsetzungsfähig, freundlicher, netter, personenorientierter
  • Männer: weniger nett und freundlich, durchsetzungsfähig
  • Wenn Männer zu nett sind à kommen sie zu freundlich, zu weich rüber
  • Wenn Frauen sehr durchsetzungsstark sind à kommen sie unsympathisch; feindselig rüber
  • Trick für Frauen: Stolz ausdrücken und am besten für das Team in „wir“-Form sprechen à Stolz wird als positive Emotion gewertet. Durch das Ausdrücken von Stolz wird man durchsetzungsstärker, aber weniger freundlich angesehen.
  • Wenn es sich geschlechtermäßig um extreme Teams handelt, z.B. nur ein Mann oder nur eine Frau im Team, werden die Stereotypen stärker übertragen und von der jeweiligen Person erwartet. Je gemischter die Team sind, desto mehr weichen die Stereotypen auf -> pro Diversifikation
  • Dennoch sind die Stereotypen lediglich Zuschreibungen und keine Fakten
  • Prisca fordert auf, auch einfach man selbst zu sein, ohne zu denken was von einem erwartet wird, sonst ändern sich die Stereotypen nie 🙂

Veränderung/Digitalisierung

  • Tendenziell hat der Mensch Angst vor Veränderungen
  • Allerdings hat der Mensch auch Spaß Sachverhalten zu lösen und Arbeit durchzuführen, die einen herausfordert (z.B. Rätsel lösen)
  • Veränderungsprozesse am besten so gestalten, dass es als Rätsel zu lösen gilt 🙂

Erfolg:

Dinge machen, die wirklich Spaß machen und auch Dinge verändern/ gestalten zu können.

Empfehlung:

David Marquet: Turn the ship around [https://www.davidmarquet.com/].

 „Es spricht viel dafür die Dinge zu machen, die man gerne machen möchte.“

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