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Hi zusammen und herzlich willkommen auf dem Blog vom Female Empowerment Podcast.

Hier findet ihr interessante Beiträge von außergewöhnlichen, erfolgreichen Frauen und Erfolgstipps-und tricks 🙂

Viel Spaß beim Stöbern!!

Enissa Amani

von Mareille

Enissa Amani, eine deutsch-persische Comedienne und Autorin, konnte mit ein bisschen Charme, witzigen Sprüchen und süßen Kleidchen schon einiges erreichen. Die Brünette hat wahrscheinlich in mehr Branchen gearbeitet als es Bücher gibt und erobert seit einiger Zeit die deutsche Fernseh- und Social-Media-Welt. Wie sie das hinbekommen hat, wisse sie wohl selbst nicht genau, aber vielleicht finden wir es ja heraus.

Die Tochter (*08.12.1983 oder 1985 in Teheran, Iran; so sicher ist man sich bei dem Geburtsjahr wohl nicht) einer Ärztin und eines Philosophie- und Literaturprofessors – beide sehr sozialistisch eingestellt – hat zwar persische Wurzeln und wurde dort auch geboren, aber bereits 1985 zog die kleine Familie aufgrund der politischen Aktivitäten der Eltern nach Deutschland. So galten beide als politisch verfolgt und Enissas Vater saß für sein Engagement sogar vier Jahre in Haft.

Nachdem die drei so richtig in Deutschland angekommen waren, gab es eigentlich vorerst keine großen Ereignisse. Dem stereotypen Rollenbild der Geschlechter wurde bei den Amanis aber abgeschworen: So ging die Ärztin arbeiten, während der Professor sich um Kind und Haushalt kümmerte, es sich aber nicht nehmen ließ, seiner kleinen Tochter vieles über Literatur, Philosophen und Politik beizubringen; alles mit ein bisschen Humor – etwas, das Enissa zweifelsohne übernommen haben muss.

Nach dem Abi beschließt sie, in die akademischen Fußstapfen ihrer Eltern zu treten, und beginnt ein Jurastudium mit dem Ziel, sich für die Frauenrechte im Iran einzusetzen und Frauen dort zu helfen, der Gleichberechtigung ein kleines Stück näherzukommen. Als ihr das aber – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr gefiel, sprang sie von einem Job zum anderen. Mal war sie als Flugbegleiterin hoch in den Wolken unterwegs, dann präsentierte sie Waren auf einem Shopping-Kanal. Etwas später verschlug es sie dann weiter in die Welt der Schminke und Mode – ein Interesse, das bis heute geblieben ist – und sie begann, Make-Up zu verkaufen und nahm an Schönheitswettbewerben teil. Ratet mal, wer 2011 Miss Südwestdeutschland war.

Nach weiterem Hin und Her beginnt Enissa 2013 mit kleineren Auftritten in Cafés ihre Comedy-Karriere. Merkwürdigerweise schaffte sie es wirklich schnell auf die größeren Bühnen: Erst Nightwash, dann Stefan Raab und schließlich das eigene Netflix-Original. Und das als erste Frau überhaupt.

Obwohl sie in letzter Zeit nicht immer positive Kommentare der Presse zu hören bekommen hat (hier dazu mehr), kann man ihren Erfolg kaum leugnen. Großen Einfluss hatte gewiss die Geschichte ihrer Eltern wie auch deren Interessen; so brachte ihr Vater sie dazu, sich mit Lyrik und Literatur zu beschäftigen und ihre Mutter lehrte ihr den Feminismus; diese sei nämlich eine Hardcore-Feministin. Die Kunst und die kritische Auseinandersetzung mit dieser wie auch mit bspw. der Politik wurden ihr in die Wiege gelegt; sie macht es zur Comedy.

Ich persönlich bin absolut keine Expertin in Sachen Kabarettkunst, aber ich bin mir sicher, dass ihr zierliches, ja fast püppchenhaftes Erscheinungsbild durchaus in die Karten gespielt hat. So süß und unschuldig wirkend vermutet niemand, dass Enissa (Anm. d. Red.: im Zusammenhang mit dem Stolz der Iranerinnen auf ihre Schönheitsoperationen, während diese in Deutschland oft verleugnet werden, obwohl sie sehr offensichtlich stattgefunden haben) so etwas sagen würde wie:

„Mit den Schlauchbootlippen kannst du doch selbst 30 syrische Flüchtlinge von Damaskus nach Castrop-Rauxel rüberbringen.“

Hier geht’s zu einem Auftritt bei Nuhr ab 18:

Hier geht’s zu ihrem eigenen Netflix-Original:

Hier geht’s zu ihrer Tour:

Quellen:


Serena Williams

von Mareille

Serena Williams – eine wahre Powerfrau. Seit dem Beginn der „Open Era“ gab es keine Tennisspielerin, die so viele Gran Slam Singles gewonnen hat wie sie; auch vor olympischen Goldmedaillen machte sie keinen Halt. Ihre Schwester Venus und sie sind seit 1995 auf Erfolgskurs – und das ununterbrochen und ungeschlagen. Wie es dazu kam, erfahrt ihr hier.

Sie (*26. September 1981 in Saginaw, Michigan, USA) war die jüngste der fünf Töchter, die Richard und Oracene Williams bekamen. Richard, der selbst ein großer Tennisfan war, beschloss die Karrieren von Venus und Serena schon vor ihrer Geburt. Er besorgte viele Materialien, um seine Tennis- und Coachingkünste zu perfektionieren und begann, seine Töchter in sehr jungem Alter zu unterrichten. So trat Serena z.B. bereits mit vier Jahren bei ihrem ersten Tennis-Match an. In den nächsten fünf Jahren nahm sie an über 49 Tournieren teil, von denen sie 46 gewann. Venus und Serena waren daraufhin in Kalifornien, wo sie kurz nach ihrer Geburt hingezogen waren, weit und breit bekannt – schließlich waren sie auch überall die Nummer eins. Bevor die beiden jungen Talente überhaupt Teenager wurden, waren sie bereits weit über ihren Heimatstaat hinaus bekannt und bekamen verschiedenste verlockende Angebote aus allen Teilen der USA. Allen war klar: Die beiden Mädchen würden die nächsten Superstars der Tenniswelt werden. 1991 – da war Serena gerade mal zehn Jahre alt – beschloss Richard, der stolze Vater, seine Mädchen aus den Turnieren zu ziehen, um sie vor der großen Konkurrenz, dem harten Business und der Ausländerfeindlichkeit, der die Familie aufgrund ihres afroamerikanischen Aussehens entgegenblicken musste, zu beschützen. Viele Kenner der Szene hielten das für eine Fehlentscheidung, aber Richard wusste, was er tat; er hatte andere Pläne. So lud er Rick Macci (1) zu einem Training seiner Töchter ein. Dieser war so begeistert von Talent, Ehrgeiz und Sportlichkeit der Mädchen, dass er vorschlug, sie an seiner Akademie in Florida zu unterrichten. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Familie Williams zog also in den Sunshine State.

Nachdem Eltern und Geschwister des Tennis-Duos also ihr Leben in Kalifornien für die Karriere ihrer Liebsten aufgegeben hatten, wurden die beiden schnell zu Pros gemacht. Da Serena mit ihren 14 Jahren in den Augen vieler zu jung für eine professionelle TennisKarriere war, durfte sie an WTA-Events (2) und kurz darauf auch an non-WTA-Events nicht länger teilnehmen. Ihr beruflicher Werdegang wurde für zwei Jahre pausiert; eine leichte Zeit war das sicherlich nicht. Venus aber, die ein Jahr älter war, konnte ihrer Passion weiterhin professionell nachgehen, was die Rückkehr Serenas umso schwerer machte – lange Zeit stand sie im Schatten ihrer Schwester. Gleichzeitig habe sie aber auch viel von ihr gelernt, was ein interessanter Kommentar ist, wenn man bedenkt, dass Serena sehr viel mehr Preise und Erfolge feiern konnte als Venus.

Als Serena 1998 dann die ersten großen Turniere (zumindest im Double mit Max Mirnyi) wie bspw. Wimbledon und den US Open gewinnen konnte, gelang es ihr, aus dem Schatten ihrer Schwester auszubrechen und sozusagen eine eigene Marke aufzubauen; so gut, dass Venus heute eigentlich eher in ihrem Schatten steht.

Seitdem ist der Name Serena Williams längst eingebrannt in den Köpfen aller – ob nun gut oder schlecht. Die Frau ist seit über 20 Jahren von den wenigsten besiegt worden, eine Meisterin des Tennis, eine der erfolgreichsten schwarzen Frauen der Welt und nebenbei noch Mutter einer Einjährigen. Des weiteren setzt sie sich im Rahmen der Black Lives Matter-Bewegung gegen Rassismus ein und hat sich einst im Rahmen eines Tweets für die LGBT-Community ausgesprochen und diese verteidigt, nachdem sich der Tennisspieler Tennys Sandgren diskriminierend äußerte.

Obwohl man bei dieser Erfolgsgeschichte nicht leugnen kann, dass vieles aufgrund der starken Förderung der Eltern passiert ist, kann das keineswegs der einzige Faktor sein. Meine Mathelehrerin fördert (und fordert) mich auch sehr – das heißt aber nicht, dass ich die nächste Katherine Johnson werde. Der Wille, etwas zu erreichen, spielt eine sehr große Rolle. Wenn mir etwas egal ist, dann werde ich weder Mühe noch Energie dafür verwenden. Wenn ich aber etwas tue, was mir Spaß macht, Ziele verfolge oder sogar einen Traum und bereit bin, Dinge aufzugeben, die mir wichtig sind – wie bei Serena und Venus z.B. das Leben in Kalifornien – dann stehen mir im Grunde alle Türen offen. Ich weiß, es klingt kitschig und irgendwie ausgelutscht, aber leider ist es auch war: Wenn ich etwas will, dann kann ich es auch verdammt nochmal schaffen.

„Luck has nothing to do with it, because I have spent many hours, countless hours, on the court working for my one moment in time, not knowing when it will come.“

(1) Wurde von der USPTA sieben Mal zum Coach of the year gekürt und trainierte u.a. Nummer-eins SpielerInnen wie Andy Roddick und Jennifer Capriati

(2) Women’s Tennis Association

Quellen:

  • https://www.biography.com/athlete/serena-williams
  • https://www.britannica.com/biography/Serena-Williams
  • https://www.notablebiographies.com/news/Sh-Z/Williams-Serena.html
  • https://www.cbssports.com/tennis/news/serena-williams-tells-tennys-sandgren-toapologize-for-his-alt-right-tweets/
  • https://www.brainyquote.com/authors/serena_williams

Barbara Schöneberger

von Mareille

Ein Name, den mit Sicherheit alle hier kennen. Aber hat sich mal irgendjemand von euch gefragt, warum Barbara Schöneberger so bekannt ist? Warum sie diejenige ist, die immer wieder auf dem Bildschirm auftaucht?

Aufgewachsen ist Barbara (*5. März 1974 in München) als Tochter von Annemarie, die nach der Geburt ihres einzigen Kindes die nächsten 14 Jahre nicht arbeiten ging, und Hans, einem Soloklarinettisten. Nicht nur ihr Vater hat sie von früh an musikalisch beeinflusst, sondern auch ihre Schule. So machte sie 1993 ihr Abitur am Pestalozzi Gymnasium in München, eines der wenigen musischen Gymnasien in München. Nach einem Jahr, in dem sie ein Volontariat angefangen und kurze Zeit später wieder abgebrochen haben soll, begann sie in Augsburg ihr Studium, in dem sie die Fächer Kommunikationswissenschaften, Kunstgeschichte und Soziologie studierte. Während ihres Studiums, das sie übrigens nach zehn Semestern harter Arbeit vorzeitig beendet hatte, sammelte Barbara erste Erfahrungen in der Medienbranche. Zum allerersten Mal konnte man sie in einer Bildergeschichte in der Zeitschrift Mädchen sehen. Den ersten Fernsehauftritt hatte sie 1998 bei der Spielshow „Bube, Dame, Hörig“ als Assistentin. Danach folgte eine Rolle bei „Café Meineid“ und nach lobenden Worten Harald Schmidts auch schon die erste eigene Show beim DSF, wobei diese wohl keine große Beliebtheit genossen haben soll. Genauso soll es auch für den Rest ihrer Karriere weitergehen: Jede Menge Höhen und Tiefen, Tops und Flops. Als Folge auf den ausbleibenden Erfolg kam zwei Jahre später eine neue Show, die nebenbei bemerkt einen sehr kreativen Namen trug: „Die Schöneberger Show“. Diese wurde vom ZDF zwar ganz groß aufgezogen, war dafür aber mit noch weniger Einschaltquoten beschenkt als die Sendung davor. Nachdem dann auch dieses Format abgesetzt wurde, entstand „Blondes Gift“. Endlich ein Erfolg. Die damals 27-Jährige erlangte ihren großen Durchbruch und stand als freche Blondine, wobei sie das ja heute immer noch ist, für vier Jahre vor der Kamera. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, lacht auch mal über sich selbst und macht es sich zum Ziel, den Blondheitsfaktor (1) ihres Gastes zu bestimmen. Man mag es vielleicht nicht glauben, aber auch heute ist die Sendung, die übrigens (teils) auf YouTube zu finden ist, noch recht beliebt.

Danach nimmt sie immer wieder kleinere Rollen in Film und Fernsehen an, und ist heutzutage noch häufig im Fernsehen zu sehen. Mittlerweile passiert das aber meistens alle zwei Wochen in der NDR Talkshow, die sie seit über elf Jahren zusammen mit Hubertus Meyer-Burckhardt präsentiert. Ansonsten moderiert sie oft Preisverleihungen oder auch die RTL-Gameshow „Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen alle“. Aber nicht nur ihr großer Wunsch nach der eigenen Talkshow hat sich (mehrmals) erfüllt, sondern auch der Wunsch, sich der Musik zu widmen. So veröffentlichte Barbara bereits drei Alben und ging mehrfach auf Tour, was ihren Vater, den Musiker, mit Sicherheit sehr stolz machte. Wenn das noch nicht reicht, um euch davon zu überzeugen, dass diese Frau mehr als erfolgreich ist, dann kann ich euch beruhigen; das ist noch nicht alles. 2015 gründete die zweifache Mutter auch noch ihre eigene, nach sich selbst benannte Zeitschrift.

Heute ist Barbara Schöneberger eine der beliebtesten Moderatorinnen Deutschlands, hat zahlreiche Preise für ihre Leistungen gewonnen und engagiert sich neben mehreren Jobs und dem Mutterdasein für Knochenmarkspenden, terre des hommes (2) und Body-Positivity. Sie nutzt die große Reichweite, die sie hat, um Aufmerksamkeit auf Themen zu ziehen, die ihr wichtig sind und bei denen sie der Meinung ist, dass diese Unterstützung brauchen und unterstützt dabei gleich andere. Eine Win-Win-Situation also. Aber was hat sie jetzt so besonders gemacht? Ich würde ja sagen, es sei ihr Optimismus und ihre Zielstrebigkeit, aber das nicht der Fall zu sein:

„Ich rechne grundsätzlich nie damit, dass irgendwas weitergeht.“

Vermutlich geht es in ihrem Berufsfeld auch nicht immer unbedingt darum, wer am ehrgeizigsten ist oder wer am längsten im Büro hockt, sondern viel mehr um das eigene Naturell. Barbara habe laut eigener Aussage schon immer viel geredet und war erschreckend ehrlich, weil sie einfach alles erzählen musste. Genau das gepaart mit ein bisschen Glück, einem netten Lächeln und charmanten Witzen und tada – die ideale Moderatorin ist erschaffen.

(1) Der Grad der Gelassenheit

(2) Ein Kinderhilfswerk

Quellen:

  • https://www.bunte.de/starprofile/barbara-schoeneberger.html
  • https://www.gala.de/stars/starportraets/barbara-schoeneberger-20483776.html
  • https://web.archive.org/web/20070929170614/
  • http://www.bpb.de/files/FKMD2J.pdf
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Blondes_Gift_(Talkshow)
  • https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ndr_talk_show/moderation/index.htm

BLACKPINK

von Mareille

BLACKPINK (stilisiert: BLΛƆKPIИK; kor: 블랙핑크) ist mittlerweile eine internationale Sensation und zurzeit wohl die größte Konkurrenz der koreanischen Boy-Group BTS (방탄 소년단); wobei BTS einer der wichtigsten Namen der modernen Musikindustrie ist. Die vier jungen Frauen sind auf Erfolgskurs und erobern die Welt im Sturm mit Nummereins Singles wie Kill This Love und DDU-DU-DDU-DU (뚜두뚜두). Wie sie das trotz koreanischer Texte und des großen Wettbewerbs schaffen, erfahrt ihr hier.

BLACKPINK ist eine koreanische Girl-Group, die bei YG Entertainment unter Vertrag steht und am 08. August 2016 ihr Debüt mit dem Mini-Album Square One sowie den Hit-Singles Boombayah (붐바야) und Whistle (휘파람) hatte. So belegte die Gruppe Platz eins und zwei der Billboard World Digital Songs Charts, was bei ihnen so schnell wie bei niemand Anderem zuvor passiert ist. Außerdem waren sie die ersten weiblichen koreanischen Künstlerinnen, denen das gelungen ist. Aber nicht nur den USA haben die vier Musikerinnen den Kopf verdreht: Auch die koreanische Plattform Gaon und der chinesische Streamingdienst QQ Music platzierten die Singles auf den obersten Rängen. 13 Tage nach ihrem Debüt war BLACKPINK bereits auf dem ersten Platz von Inkigayo (인 기가요; en: The Music Trend), einer koreanischen Musikfernsehsendung, und ist somit Rekordhalter aller Girl-Groups.

Dass eine K-Pop Gruppe bereits mit ihrem Debüt so großen Erfolg hat, ist äußert ungewöhnlich, auch wenn sie von einem so großen Unternehmen wie YG Ent. (Anm. d. Red.: Das Unternehmen ist eines der „Big 3“ des K-Pops, also eine der größten drei Firmen der asiatischen Musikindustrie) kommt.

Das zweite Mini-Album Square Two sowie die dazugehörigen Singles Playing with Fire (불 장난) und Stay war zwar nicht so erfolgreich wie das erste, vergessen sollte man es deshalb aber nicht. Bei den Billboard World Digital Songs Charts wurde erneut der erste Platz erreicht, wobei die Popularität in Asien zurückging.

So gewann BLACKPINK schon in den ersten fünf Monaten ihrer Karriere einige der wichtigsten asiatischen Musikpreise wie z.B. Best New Artist, Song of the Year und New Artist of the Year, um nur einige zu nennen.

Nach weiteren Mini-Alben und Hits wie As If It’s Your Last (마지막처럼), DDU-DU-DDU-DU (뚜두뚜두) und der neusten Single Kill This Love ist BLACKPINK die bedeutsamste GirlGroup unserer Zeit. Mit mehr YouTube-Abonennten und mehr Instagram-Followern als z.B. die englische Gruppe Little Mix und die amerikanische Gruppe Fifth Harmony stehen die vier Asiatinnen an der Spitze der Musikindustrie und gehören zu den wichtigsten Frauen der modernen Musik. So traten sie an diesem Wochenende als erste weibliche KPop-Gruppe auf einem der größten Musikfestivals der Welt, dem Coachella Festival in Kalifornien, USA, auf. Des weiteren brachen sie mit Kill This Love (wie auch schon mit den vorherigen Veröffentlichungen) etliche Rekorde. So war das Musikvideo auf YouTube zu seiner Zeit – es wurde mittlerweile von BTS‘ Boy with Luv überholt – mit ca. 56, 7 Millionen Aufrufen das meist geklickte Video innerhalb von 24 Stunden auf der Plattform. Außerdem war das Musikvideo der Single das allererste Video auf YouTube, das 100 Millionen Aufrufe in unter 72 Stunden erreichte – wobei auch dieser Rekord von BTS‘ Boy with Luv gebrochen wurde. Am beeindruckendsten ist aber wohl, dass BLACKPINK die erste GirlGroup seit 2004 (von Destiny’s Child) ist, von der eine Single auf Platz eins der iTunesCharts landete.

Uns allen ist klar, dass BLACKPINK gerade Geschichte schreibt, und das kann nicht nur ausschließlich an ihrem Talent liegen, denn Talent haben viele – insbesondere in der KPop-Industrie. Aber nicht nur für die koreanische Popmusik und deren internationalen Erfolg sind BLACKPINK prägend, sondern auch für Frauen in der Musikindustrie. So beweisen die
Rapperinnen Lisa und Jennie bspw., dass Frauen mindestens genauso gut rappen können wie Männer und dass Rap nicht immer unbedingt frauenfeindlich sein und illegale Dinge involvieren muss, um erfolgreich zu werden. Auch zeigen sie ihren jungen (und alten) ZuschauerInnen, dass man sich nicht von Männern – oder von irgendwem – und deren Anerkennung oder Liebe abhängig machen sollte, sondern dass man sich stattdessen selbst anerkennen und lieben sollte; eine Nachricht, die insbesondere für diese eher junge Zielgruppe sehr wichtig ist.

„Never needed nothin’ else – Just a lil‘ love from myself“ (Auszug aus der Übersetzung von Kick It)

Hier geht’s zu Kill This Love: https://www.youtube.com/watch?v=2S24-y0Ij3Y
Quellen:


Katherine Johnson

von Mareille

Das ist ein Name, den wohl nicht viele kennen, weshalb sie auch heute noch als eine hidden figure in american history bezeichnet wird. Die mittlerweile 100-jährige Mathematikerin war tatsächlich eine der ersten schwarzen Frauen, die bei der NASA gearbeitet hatte und eine der wichtigsten Personen für die heutige Raumfahrttechnik. Warum das so ist, erfahrt ihr hier.

Katherine (*26. August 1918 in White Sulphur Springs, West Virginia) ist das jüngste von insgesamt vier Kindern – Charles, Margaret und Horace sind ihre älteren Geschwister – von Joylette und Joshua Coleman. Schon vor dem Beginn ihrer Schulzeit zeigte sich ihre Intelligenz und Lernbereitschaft: So begleitete sie einmal ihren älteren Bruder in die Schule und als die Lehrer feststellten, dass sie als Kindergartenkind bereits lesen konnte, beschlossen sie, Katherine bei ihrer Einschulung direkt in die zweite Klasse zu schicken. Als sie nach der vierten Klasse die Schule wechselte, da eine neue, kleine eröffnete, wurde sie aufgrund der wenigen Lehrer als eine/r der besten Schüler/innen direkt in die sechste Klasse versetzt. So kam Katherine bereits mit zehn Jahren in die High School und wurde stark von ihren Lehrern gefördert, die der festen Überzeugung waren, dass das junge Mädchen es einmal weit bringen würde. Zum Beispiel Sherman H. Gus, der Direktor, lehrte ihr Astronomie, was ihr später durchaus noch zu Nutze kommen würde. Mit einem Stipendium studierte Katherine am West Virginia College Mathematik und Französisch, wobei einer ihrer Dozenten, Dr. William W. Schieffelin Claytor, extra für sie den Kurs geometry of space anbot, um ihr zu helfen, später in der Forschung arbeiten zu können.

Mit 18 Jahren hatte Katherine bereits einen Bachelor of Science mit besonderer Auszeichnung in Mathematik und Französisch in der Tasche. 1939, mit 21 Jahren wollte sie sich weiter zur Doktorandin ausbilden lassen und wurde als erste schwarze Frau am West Virginia College dafür zugelassen. Das Problem: Die frisch Verheiratete war schwanger von ihrem Mann, James Goble. Da sie sich dann erst einmal auf ihre Familie konzentrieren wollte, nahm sie die Bewerbung als Doktorandin wieder zurück und fing daraufhin an, als Lehrerin zu arbeiten. Ein Jahr später wollte Katherine ein postgraduales Studium absolvieren, allerdings war das aufgrund der Krebserkrankung ihres Mannes nicht möglich; sie nahm ihre Tätigkeit als Lehrerin wieder auf.

1953 begann die junge Mutter dann, bei der NASA zu arbeiten und startete ihre Karriere mit vielen anderen schwarzen Frauen als human computer. Wegen der damaligen Rassentrennung arbeitete das Team in einem extra Raum, der abgetrennt von Männern und weißen Frauen war. Außerdem durfte das Team sozusagen an andere Abteilungen ausgeliehen werden, was dazu führte, dass Katherine bereits in ihrer zweiten Woche bei der NASA in der Abteilung der Flugforschung mitarbeiten konnte – eine Abteilung, in der zuvor ausschließlich weiße Männer beschäftigt waren. Auch wenn sie dort nur befristet gearbeitet hatte, wollte Katherine als volles Mitglied der Flugforschung angesehen werden und bat darum, bei den Meetings dabei sein zu dürfen. Sie stoß damit zwar auf Widersprüche ihrer Kollegen, allerdings war Frauen die Teilnahme nicht verboten. Des weiteren war Katherine eine richtige Forscherin; im Gegensatz zu ihren KollegInnen stellte sie Fragen, grub nach Antworten und bewies ihre Fähigkeiten.

Da die Raumfahrtforschung Ende der 50er Jahre noch nicht sehr weit war, gab es eigentlich keine richtigen Bücher dazu. Katherine und ihre KollegInnen mussten also improvisieren und verfassten kurzerhand selbst wissenschaftliche Arbeiten. So schrieb sie zusammen mit Ted Skopinski die Abhandlung Determination of Azimuth Angle at Burnout for Placing a Satellite over a Selected Earth Position. Der Name Katherine Johnson wurde zum ersten weiblichen Namen, der bei der NASA im Rahmen einer Arbeit angegeben wurde. Diese war die Grundlage für die ersten Raumfahrten.

Einer der Astronauten, John Glenn, bat Katherine persönlich, die Umlaufbahn seines Flugs erneut zu berechnen, da er ihr mehr vertraue als einem Computer. Auch bei der Mission
Apollo 11 berechnete Katherine die Umlaufbahn korrekt und wurde für die NASA unentbehrlich.

Heute ist Katherine eine der wichtigsten Personen für die moderne (amerikanische) Raumfahrttechnik und hat vielen schwarzen Frauen bei der NASA, in der Wissenschaft wie auch in jedem anderen Berufsfeld einen Weg bereitet. Mal abgesehen von den endlosen Preisen, die die NASA ihr verliehen hat, hat sie mehrere Ehrendoktoren und sogar die Presidential Medal of Freedom 2015, also in Obamas letzter Legislaturperiode, erhalten. Auch gibt es einen Oscar-Film über das Leben von ihr und zwei weiteren schwarzen Frauen bei der NASA, der 2016 veröffentlicht wurde („Hidden Figures“).

Warum sie das alles geschafft hat, weiß sie wohl selbst nicht genau. Fakt ist aber, dass man als schwarze Frau, die in einem technischen Bereich arbeitet (damals wie heute), unglaublich mutig und durchsetzungsfähig sein muss. Kritischen Stimmen muss man standhalten und an seinem Glauben, an seinem Ziel festhalten, um das zu erreichen, was Katherine Johnson erreicht hat. Gut, vielleicht wollen wir nicht genau dasselbe schaffen, aber so oder so sollten wir uns wohl alle eine Scheibe von dieser tollen Frau abschneiden.

Hier findet ihr den Trailer zu Hidden Figures: https://www.youtube.com/watch?v=brS10KpcTMY

Quellen:

  • http://mentalfloss.com/article/555114/facts-about-katherine-johnson-nasa
  • http://www.visionaryproject.org/johnsonkatherine/ https://www.space.com/42913-katherine-johnson-hidden-figure-autobiography-september2019.html
  • https://www.nasa.gov/content/katherine-johnson-biography

Yoko Ono

von Mareille

Wer war denn das nochmal? Ach ja, richtig. Die meist gehasste Witwe der Musikgeschichte, schließlich war sie ja der Grund für die Trennung der Beatles. Oder? Yoko Ono ( 小野洋子, *18. Februar 1933 in Tokio, Japan) wurde als Tochter einer wohlhabenden Aristokratenfamilie geboren; ihre Mutter Isoko selbst kam aus einer reichen Bankiersfamilie, arbeitete aber als Malerin. Ihr Vater Eisuke war Pianist und später als Bankier in San Francisco beschäftigt. Da er selbst seinen Traum der Musikerkarriere aufgegeben hatte, schickte er seine älteste Tochter, Yoko, bereits mit vier Jahren zur Musikschule. So lernte sie bereits als Kind klassisches Piano zu spielen und auch Poesie zu verfassen – ihre enge Verbindung zur Kunst hat also eine lange Geschichte und liegt wohl in der Erziehung begründet.

Aufgrund der Arbeit ihres Vaters zog Yoko mit ihrer Familie für einige Zeit in die USA, bis dieser 1937 zurück nach Tokio veretzt wurde. Zurück in Japan besuchte Yoko die Gakushuinschule (学習院) für japanische Aristokraten und Adelige.

Nach mehreren Umzügen zwischen den USA und Japan studierte Yoko als 18-jährige am Sarah Lawrence College Literatur und Musik, wobei sie ihr Studium nie abschloss. Stattdessen brach sie es ab, um den japanischen Komponisten Toshi Ichiyanagi ( 柳慧) gegen den Willen ihrer Eltern zu heiraten. Dazu muss man allerdings sagen, dass vor allem Yokos Mutter immer wieder betont hatte, dass ihre Tochter auf gar keinen Fall heiraten oder gar Kinder bekommen sollte – etwas, dass sie im späteren Leben durchaus stark geprägt hatte. Die Beziehung zu Isoko war immer schon schwierig gewesen, da diese selbst eigentlich keine Kinder gewollt hatte – oder diese zumindest so behandelte, als ob dies der Fall wäre – und zusätzlich zu beschäftigt war, um eine tiefe Bindung mit ihrer Tochter aufzubauen. So fand Yoko Komfort in Musik und Kunst und übernahm wohl leider viele Charaktereigenschaften ihrer Mutter, was sich später in ihrem Leben noch zeigen würde.

Yoko und ihr jetziger Mann Toshi zogen also ins Greenwhich Village, New York City, wo sie sich endlich ihrer Kunst und Musik widmete. Besonders beliebt soll sie aufgrund ihrer Radikalität nicht gewesen sein, erlangte aber durch die Arbeit mit dem amerikanischen Jazzmusiker und Filmproduzenten Anthony Cox Bekanntheit. Da die junge Frau sich zu diesem Zeitpunkt ausschließlich auf ihre Kunst und die Zusammenarbeit mit Cox konzentrierte, der übrigens später ihr zweiter Ehemann werden sollte, wurde sie zu einer der Avantgardekünstlerinnen der Fluxus-Bewegung und gilt heute als eine der wichtigsten Vertreterinnen.

1962 kam es zur Scheidung, wobei Yoko noch im selben Jahr ihren Kollegen Cox heiratete und im darauffolgenden Jahr die gemeinsame Tochter namens Kyoko gebar. Leider hielt auch diese Ehe nicht besonders lange: Drei Jahre nach der ersten Begegnung zwischen John Lennon und Yoko,1966, kam es aufgrund der Affäre erneut zu einer Scheidung. Der Beatles-Frontman besuchte in London gerade eine Vorschau von Yokos Kunstausstellung in der Indica Gallery, als sie sich zum ersten Mal begegneten. Sie hatte noch nie von den Beatles gehört, während er sie für ihre Kunst bewunderte. Nach ca. anderthalb Jahren entstand wohl ein beidseitiges romantisches Interesse. Das Problem: Beide waren verheiratet und hatten ein Kleinkind zu Hause. Das hielt aber keinen der beiden davon ab, ihren Gefühlen nachzugehen. So ließen sie sich je 1969 scheiden und heirateten noch im selben Jahr auf Gibraltar. Da Yoko das Sorgerecht für ihre Tochter bei der Scheidung verlor, litt die Beziehung stark. Hinzu kam, dass Cox, der mittlerweile einer Sekte beigetreten war, mit Kyoko nach Los Angeles, Kalifornien, floh und erst 1986 wieder auftauchte. Seither konnte Yoko keine normale Mutter-Tochter-Beziehung aufbauen; das Verhältnis bleibt und ist bis heute angespannt.

Jetzt, nach der Hochzeit mit John, steigerte sich Yokos Bekanntheitsgrad um ein Vielfaches; insbesondere durch die gemeinsamen „Bed-Ins“. Sie führten bis Anfang oder Mitte der Siebziger eine glückliche Ehe, wobei diese sicherlich unter der Trennung der Beatles 1970 litt. Viele Fans machten Yoko für das Auseinandergehen verantwortlich; Paul McCartney erklärte aber nun, dass das nicht der Fall gewesen sei. Die Künstlerin sei aber durchaus aufdringlich gewesen und habe sich in viele bandinterne Angelegenheiten eingemischt. Andererseits sei John unsterblich in Yoko verliebt gewesen; das müsse man akzeptieren. Als es dann kriselte, verkuppelte Yoko ihren Ehemann mit ihrer Asisstentin May Pang, mit der dieser dann für über 18 Monate eine Beziehung – oder was auch immer – führte.

Nach einem gemeinsamen Sohn, Sean, und der Eheauszeit schien es der kleinen Familie besser zu gehen, wobei Yoko nicht unbedingt erfreut über die Schwangerschaft war. Sie sei einfach nicht der Typ Frau, der zu Hause sitzen würde und sich um die Kinder kümmere.

Seit der Ermordung Johns ist Yoko allein und wird von der Presse dank ihrer kühlen Ausstrahlung nur noch als „einsame Witwe“ bezeichnet. Viel bekommt man von ihr als Person oder Künstlerin nicht mehr mit, was aber wohl auch ihrem Alter geschuldet ist. Es ist zwar mittlerweile ruhig um sie geworden, aber ihre Werke wie z.B. „Cut Piece“ bleiben in Erinnerung – und sind aktueller denn je. So setzte sie sich bereits 1964 in den Saal einer Gallerie, bekleidet in den besten Stoffen; vor ihr liegt eine Schere. Yoko sitzt im Schneidersitz auf dem Boden und schaut mit kühlen Augen geradeaus. Das Publikum ist dazu aufgefordert, ihre Kleidung zu zerschneiden, bis die Künstlerin nackt oder lediglich in Unterwäsche bekleidet dort sitzt. Mit dieser Performance wollte man der Gesellschaft die Objektifizierung der Frau vor Augen führen und die neu entstehende feministische Bewegung der Siebziger unterstützen. Um das Fehlen der Gleichberechtigung der Geschlechter noch deutlicher darzustellen, wurde das Werk in Zukunft oft auch von Männern aufgeführt. Ob Yoko Ono erfolgreich war? Wer kann das schon sagen? Von Gleichberechtigung sind wir in vielen Ländern der Welt noch weit entfernt und Kriege gibt es wie Sand am Meer. Allerdings muss man sagen, dass zumindest der Vietnamkrieg irgendwann gestoppt wurde; Frauenrechte haben sich seit 1970 unglaublich gewandelt und auch die stereotypen Geschlechterrollen haben sich in den letzten Jahrzehnten sehr verändert.

Egal, ob es nun an Yoko lag oder nicht, ihr Ehrgeiz und ihre Verbissenheit haben sich definitiv ausgezahlt. Sie hat als einzige Frau die Fluxus-Bewegung geprägt, die Kunstwelt erschüttert und sich für Feminismus eingesetzt, bevor überhaupt jemand wusste, was das war.

Selbst wenn sie nicht unbedingt die beliebteste Frau der Musik- und Kunstgeschichte ist, ist sie durchaus eine wichtige Künstlerin und Feministin. Und auch wenn ich nicht weiß, inwiefern sie die Welt verändert hat, will ich lieber nicht wissen, wie diese ohne ihr Tun gewesen wäre. Besser sicherlich nicht.

Quellen:

  • https://www.britannica.com/biography/Yoko-Ono https://www.theartstory.org/artist-ono-yoko-life-and-legacy.htm https://artsandculture.google.com/asset/painting-to-hammer-a-nail/pAEqDOysHPoj6Q
  • https://www.biography.com/people/yoko-ono-9542162
    https://www.rollingstone.de/paul-mccartney-yoko-ono-nicht-schuld-zerfall-beatles1554823/
  • https://www.stern.de/lifestyle/leute/john-lennon–yoko-ono-besorgte-ihm-eine-geliebte8370960.html
  • https://www.dw.com/de/ein-leben-als-gesamtkunstwerk-yoko-ono-feiert-ihren-85geburtstag/a-42602804
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Fluxus https://www.schirn.de/magazin/kontext/yoko_ono_und_die_gleichberechtigung/

Greta Thunberg

von Mareille

Kaum eine andere weibliche Person hat in letzter Zeit so viel Aufmerksamkeit bekommen wie sie. Man kennt sie als kleine, junge Frau in dicker Winterjacke und einem Plakat, auf dem „Skolstrejk för klimatet“ (dt: „Schulstreik für das Klima“) steht. Aber wer ist sie eigentlich? Wie hat sie es geschafft, in so kurzer Zeit über eine Million Menschen in aller Welt zum Demonstrieren zu bringen?

Greta (*3. Januar 2003), die übrigens unter dem Asperger-Syndrom leidet, wuchs in Schweden als Tochter einer international erfolgreichen Opernsängerin – Malena Ernman- und eines Schauspielers – Svante Thunberg – auf.

Ein bisschen ironisch ist hier wohl der Fakt, dass ihr Vater nach seinem entfernten Verwandten Svante Arrhenius benannt ist, der 1903 den Nobelpreis gewonnen hatte, weil er als erster die Auswirkungen von Kohlenstoffdioxid auf die Erdtemperatur entdeckte. Svante Thunberg selbst hatte aber, bis Greta mit acht Jahren anfing, über den Klimawandel zu sprechen, kaum etwas mit dem Thema am Hut. Er sagte in einem Interview der Democracy Now!1, dass er zwar durchaus ein gut informierter Mann und sich der Probleme bewusst war, allerdings bis zum Beginn von Gretas Aktivismus nicht realisiert hatte, wie schlimm die Folgen tatsächlich sein könnten.

Greta selbst hatte das erste Mal über den Klimawandel in der Grundschule gelernt; aufgrund ihres Asperger-Syndroms neigt sie grundsätzlich dazu, rational zu denken und sich auf ein Thema zu fokussieren. Für sie war es die Erderwärmung. Ihr Engagement – oder man könnte fast sagen, ihre Obsession – begann vorerst damit, dass sie, nachdem sie sich natürlich intensiv informiert hatte, die Stecker von unbenutzten Geräten herauszog oder zu Hause kein Licht mehr anmachte. Sie wurde erst Vegetarierin, dann Veganerin – wohl aus ethischen wie auch ökologischen Gründen – und gab Flugzeugreisen ebenso wie nicht-elektronische Autos auf. Greta wollte und will handeln, weil sie der Meinung ist, es sei ihre moralische Verantwortung, die Zukunft nächster Generationen nicht so zu zerstören, wie die ältere Generation es für uns getan hat. Was sie lange belastet hat, war, dass obwohl im Grunde jeder – zumindest in der westlichen Welt – von diesem Problem wusste, aber niemand gehandelt hat. Es sei ein existentielles Problem, das letztendlich jeden Einzelnen betreffe, aber keiner unternehme etwas. Vor ca. vier Jahren, da war Greta 12, hatte sie deshalb sogar eine Depression. Sie ging für ein Jahr nicht mehr zur Schule und auch ihre Mutter hörte auf, zu arbeiten (Zur Info: Gretas Vater hatte seit ihrer Geburt nicht mehr gearbeitet, da beide Töchter das Asperger-Syndrom haben). Erst als ihre Eltern ihr Problem verstanden hatten und ihr Verhalten veränderten, wurde ihre Gemütslage wieder besser. So gab ihre Mutter ihre internationale Karriere auf, um nicht mehr mit dem Flugzeug zu reisen, beide Elternteile wurden Veganer bzw. Veganerin und die Familie fing an, ihr eigenes Gemüse im Garten anzubauen. Greta stellte also, bevor sie unser aller Leben beeinflusste, das ihrer Verwandten komplett auf den Kopf.

Kurz vor den schwedischen Wahlen beschloss sie, drei Wochen vorher jeden Tag vor dem schwedischen Parlament in Schweden zu sitzen. Sie schwänzte drei Wochen lang die Schule, danach „nur noch“ jeden Freitag, was sie bis heute fortführt. Sie wurde einst gefragt, warum sie ihre Bildung dafür in Gefahr bringen würde und ob sie nicht zu jung sei, um zu protestieren. Daraufhin antwortete Greta: „Ich denke, ich bin zu jung, um zu handeln. Es ist absurd, dass Kinder das hier tun müssen. Aber da niemand sonst etwas tut, habe ich das Gefühl, das hier tun zu müssen. Es liegt in meiner moralischen Verantwortung, das zu tun, was ich kann. Manche Menschen sagen: ‚Du bist nur ein Kind. Du hast keine Erfahrung; Menschen sollten nicht auf dich hören.‘ Aber die Menschen müssen gar nicht auf mich hören, solange sie den Wissenschaftlern zuhören, auf die ich mich berufe. Ich spreche auch nichts Neues an. Was ich sage, sagen Wissenschaftler seit Jahrzehnten.“

Keiner weiß, warum, aber ihr #fridaysforfuture – Protest hat unglaubliche Wellen geschlagen. Mittlerweile gibt es jeden Freitag in so gut wie jedem Land der Welt Proteste, um den Klimawandel zu stoppen. Schüler verweigern ihre Bildung, um die Politik endlich dazu zu bringen, eines der größten Probleme der Erde zu vermeiden (oder zumindest zu reduzieren).

„Our house is on fire. I am here to say, our house is on fire. […] I want you to act as you would in a crisis. I want you to act as if our house is on fire. Because it is.“

Mittlerweile haben ihre Proteste Greta viele Titel wie z.B. die wichtigste Frau Schwedens im Jahr 2019 und sogar eine Nominierung für den Friedensnobelpreis eingebracht. Sie wurde außerdem zu wichtigen politischen Veranstaltungen wie dem COP24-Treffen2 oder einer Konferenz des europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses eingeladen.
Der Grund für ihren Erfolg ist wahrscheinlich ihre Bestimmtheit gepaart mit Ehrgeiz und kompletter Hingabe; alles für ein ganz großes Ziel. Wenn sie spricht, merkt man, sie hat eine ganz klare Vorstellung von dem, was sie will. Sie wird nicht aufhören, bis sie das bekommen hat, was sie will – aber nicht nur für sich und für ihre Zukunft. Für unsere Zukunft. Für die Zukunft unserer Kinder und die Zukunft unserer Kindes Kinder.

Auch wenn ich persönlich finde, dass einige ihrer Forderungen aus politischer Sicht eher unrealistisch sind, sind Greta und ich uns wohl in einem Punkt voll und ganz einig: Dieser Kampf ist noch lange nicht zu Ende.

Hier findet ihr alle Infos zu den #fridaysforfuture:

  • https://fridaysforfuture.de/ (Deutsch)
  • https://www.fridaysforfuture.org/ (Englisch)

Quellen:

Mai Thi Nguyen-Kim

von Mareille

Sie ist keine 08/15 YouTuberin, die einem zeigt, wie man den perfekten Lidstrich hinbekommt: Mai Thi Nguyen-Kim ist Wissenschaftsjournalistin und klärt auf YouTube über Nerd-Klischees und interessante, wissenschaftliche Phänomene aus dem alltäglichen Leben auf. Mit ein bisschen Verstand und ganz viel Humor bringt sie Jugendlichen vermutlich mehr über Chemie bei, als alle Lehrer aus ihrer gesamten Schullaufbahn. Warum sie das so gut kann und wie man bei ihr über’s Leben lernt, erfahrt ihr hier.

Mai Thi Nguyen-Kim (* 7. August 1987) ist in einer Kleinstadt in Hessen, später in Baden Württemberg, als einziges Kind mit asiatischen Wurzeln weit und breit, aufgewachsen. Alle ihre Freunde seien deutsch gewesen und auch das Wort „Schlitzauge“ fiel früher wie auch heute noch das ein oder andere Mal. Mittlerweile, sagt Mai in einem Interview, würde sie das aber nicht mehr so sehr stören – in der Kindheit sei das das Schlimmste gewesen. Ihre vietnamesischen Eltern zogen sie und ihren älteren Bruder zuerst zweisprachig auf, wobei das vietnamesisch beider Kinder heute wohl etwas eingerostet sei. Eine Reise nach Vietnam würde Mai sehr begrüßen, um sich der Kultur ihrer Eltern wieder näher zu fühlen, denn das letzte Mal sei sie dort mit zwölf Jahren gewesen.

2006 machte die „Edutainerin“ (1) ihr Abitur am Bergstraßengymnasium Hemsbach und schrieb sich im selben Jahr für ein Studium der Chemie an der Universität Mainz ein, wobei sie bis zu ihrem Master 2012 auch am Massachusetts Institute of Technology studierte. Nach ihrem Master arbeitete sie als Doktorandin unter anderem an der Harvard University und veröffentlichte 2017 ihre Doktorarbeit über „Physikalische Hydrogele auf Polyurethan-Basis“(2).

Mittlerweile macht sie viele Sachen gleichzeitig, obwohl sie selbst einmal sagte, dass Multitasking neurowissenschaftlich gesehen gar nicht möglich sei. So moderiert sie Fernseh-Shows wie Quarks, Terra X Lesch & Co. und Planet Wissen, lädt regelmäßig Videos auf ihrem YouTube-Kanal maiLab hoch und veröffentlichte vor einigen Tagen erst das Buch „Komisch, alles chemisch!: Handys, Kaffee, Emotionen – wie man mit Chemie wirklich alles erklären kann“. Darin lernt man nicht nur etwas über die verschiedenen Stoffe des Periodensystems, sondern auch, warum Sitzen das neue Rauchen ist und wie Liebe chemisch zu erklären ist. Wer hätte gedacht, dass Chemie tatsächlich interessant sein kann?

Jetzt denken wahrscheinlich alle: Was hat das denn jetzt mit Erfolg zu tun? Mai kann Chemie einfach – ich nun mal nicht. Aber genau da ist der Knackpunk: Mai kann Chemie nicht einfach; auch sie hat unendlich viel gelernt, gebüffelt und geforscht, um da zu sein, wo sie jetzt ist. Das war mit Sicherheit nicht immer einfach, aber sie liebt die Chemie eben. Für Liebe ist man auch bereit, Tag und Nacht zu arbeiten. Natürlich gibt es Schwierigkeiten und Probleme, aber was soll’s? Es ist für die ganz große Liebe. Am Ende ist man vielleicht müde und erschöpft, hat dafür aber eine Menge über Physikalische Hydrogele auf Polyurethan-Basis herausgefunden – oder so.

(1) Kunstwort aus der Vermischuung der englischen Worte „Education“ und „Entertainer“

(2) https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/deliver/index/docId/10391/file/leiendecker_diss.pdf

Quellen:

Hier findet ihr Mais Buch:

  • https://www.amazon.de/Komisch-alles-chemisch-Emotionen-wirklich/dp/3426277670
  • Hier findet ihr Mai: https://www.youtube.com/channel/UCyHDQ5C6z1NDmJ4g6SerW8g https://www.youtube.com/channel/UCqSllZ7UUq0giIkkPfVYujg/videos
  • https://twitter.com/maithi_nk

Quellen:

  • https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/lesch-und-co-mai-thi-nguyen-kim-100.html
  • https://www.journal.lu/article/von-wegen-nerd/
  • https://halbekatoffl.de/mai-thi-nguyen-kim-vietnam/
  • https://www.deutschlandfunkkultur.de/wissenschaftsjournalistin-mai-thi-nguyen-kim-wernicht.970.de.html?dram:article_id=437294 https://www.wissenschaft-im-dialog.de/blog/blogartikel/beitrag/nachgefragt-bei-mai-thinguyen-kim/ https://www.duden.de/rechtschreibung/Edutainment

Beyoncé

von Mareille

Sie hat über 23 Grammys gewonnen, ist eine der meist verdienenden Frauen der Musikindustrie, Kurvenqueen und dreifache Mutter. Beyoncé ist Karrierefrau, Mama und bekennende Feministin – viele nennen sie nur noch „Queen B“. Wie hat sie sich diesen Spitznamen verdient? Und warum ist gerade sie heute eine der einflussreichsten Frauen der Welt?

Beyoncé Giselle Knowles-Carter (*4.09.1981, Houston, USA) wuchs im konservativen Texas als Tochter eines Vertriebsleiters und einer Friseurin auf. Als sie durch Zufall ihr Gesangstalent entdeckte, gründete sie bereits als Achtjährige ihre erste Band. Ihre Eltern wurden direkt mit eingeplant: Tina, ihre Mutter, wurde plötzlich zur privaten Stylistin, während ihr Vater Mathew zum Manager wurde. Schon damals war die kleine Beyoncé sehr bestimmt und wusste genau, was sie wollte. Bis 1990 hatte sie schon über 30 Talentwettbewerbe gewonnen und gründete schließlich mit ihren Freundinnen Kelly Rowland, LaTavia Roberson und LeToya Luckett die Girlrgoup Girl’s Tyme. Mithilfe ihres Managers erlangten die jungen Mädchen viele Auftritte und konnten sogar einen Plattenvertrag an Land ziehen, wobei sie zu dem Zeitpunkt ihren Namen zu Destiny’s Child änderten. Aus dem nichts wurden die dann 16-Jährigen zu Superstars und landeten einen Hit nach dem anderen. 2002 beginnt Beyoncé parallel zu der Girlgroup ihre Solokarriere. Auf einem der Solo-Songs hat auch ihr heutiger Ehemann, der Rapper Jay-Z, ein Feature bekommen. 2005 kommt dann die schlimme Nachricht für viele Fans – nie wieder Destiny’s Child. Die Gruppe zerbrach, allerdings ließ sich Beyoncé davon nicht stoppen. Im Gegenteil – so konnte sie sich komplett auf Soloprojekte konzentrieren und ihre Karriere erreichte neue Höhen. Bis 2008 hatte sie bereits zwei weitere Alben veröffentlicht und landete einen Megahit: Single Ladies (Put a Ring On It). Im selben Jahr heiratete sie dann auch ihren langjährigen Partner Jay-Z, mit dem sie heute eine siebenjährige Tochter und einjährige Zwillinge hat.

Heutzutage ist Beyoncé nicht nur stolze Mama, sondern auch eine der wichtigsten Frauen der Branche. Allein in einem Jahr verdient sie ca. 115 Millionen US-Dollar und jedes ihrer Alben war bisher auf Platz eins der Billboard-Charts. Während ihres Auftritts beim Superbowl 2013 stellte sie sogar einen neuen Rekord auf: Über 268.000 Tweets wurden pro Minute über sie geschrieben. Man könnte fast meinen, der Einfluss, den sie hat, sei erschreckend.

Des weiteren setzt sich B immer wieder für Feminismus ein. In der Band, die sie auf ihren Touren immer wieder unterstützt, spielen ausschließlich Frauen. Abgesehen davon, dass sie außerdem in Interviews häufig Themen wie Sexismus und wirtschaftliche und sexuelle Ausbeutung (afroamerikanischer) Frauen anspricht, hat sie ihrer politischen Überzeugung sogar einen Song gewidmet. ***Flawless orientiert sich an einem Satz der nigerianischen Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie: „Feminist (in): Die Person, die an die politische, soziale und wirtschaftliche Gleichheit der Geschlechter glaubt.“

„I truly believe that women should be financially independent from their men. And let’s face it, money gives men the power to run the show. It gives men the power to define value. They define what’s sexy. And men define what’s feminine. It’s ridiculous.“

Beyoncé hat so eine große Erfolgsgeschichte, weil sie immer wusste, was sie wollte. Sie ist, nach eigenen Angaben, eine Perfektionistin, die immer mehr will. Hat sie ein Ziel erreicht, setzt sie sich direkt ein neues, größeres. Sie arbeitet hart, lässt dabei aber nie ihr
Privatleben außer Acht. Das Gleichgewicht, das sich in ihrem Leben zwischen privatem und professionellem Erfolg gebildet hat, scheint ideal zu sein. Aber ihr wirkliches Geheimnis hat sie selbst einmal sehr schön zusammengefasst:

„I felt like it was time to set up my future, so I set a goal. My goal was independence.“

Quellen:

  • https://www.sueddeutsche.de/kultur/beyonce-und-der-feminismus-verbeugt-euch1.2111772
  • https://www.gala.de/stars/starportraets/beyonc%C3%A9-knowles-20503542.html
  • https://web.de/magazine/unterhaltung/thema/beyonce-knowles
  • https://www.goalcast.com/2017/06/27/top-18-most-empowering-beyonce-quotes-2/

Amal Clooney

von Mareille

Amal Clooney kennt man mittlerweile eigentlich nur noch als die Ehefrau von George Clooney und Mutter seiner Kinder. Aber wer ist sie wirklich? Amal Ramzi Alamuddin Clooney (*3 February 1978) ist in Beirut, Libanon, geboren und dort auch bis zu ihrem zweiten Lebensjahr aufgewachsen. Ihr Vater, Ramzi Alam Uddin, lehrte dort an der American University of Beirut und leitete ein Reisebüro, während ihre Mutter Bariaa Miknass als Journalistin arbeitete. 1980 floh die sechsköpfige Familie dann nach London, weil in ihrer Heimat einige Jahre zuvor der Bürgerkrieg ausgebrochen war. Amal war immer eine fleißige Schülerin und bekam daher nach ihrem Schulabschluss an der Dr. Challoner’s High School ein Stipendium für die Oxford University. 2000 machte sie dann dort ihren Bachelor in Rechtswissenschaften und gewann während ihrer Studienzeit bereits Preise für ihre Leistungen. Für ihr Masterstudium zog sie nach New York City, USA, und arbeitete dort nebenbei unter anderem für Sonia Sotomayor.1 2002 vollendete sie dann ihr Studium und wurde noch im selben Jahr in die Anwaltskammer aufgenommen. Anschließend arbeitete sie für drei Jahre für Sullivan & Cromwell, eine der besten Kanzleien der Welt. Als wäre das noch nicht Erfolg genug gewesen, trat sie 2005 dann den United Nations bei. Mittlerweile ist Amal hauptsächlich als Barrister tätig und vertritt wichtige Leute, wie zum Beispiel die ehemalige ukrainische Premierministerin Yulia Tymoshenko oder den Chefredakteur von WikiLeaks, Julian Assange.

Während ihrer gesamten Karriere hat sie sich gegen Rassismus und Sexismus durchsetzten und für Gleichberechtigung kämpfen müssen – und ist heute wohl trotzdem (oder gerade deshalb?) eine der erfolgreichsten Juristinnen der Welt. Wie sie das geschafft hat? Verdammt viel harte Arbeit. Amal hatte immer ihr ganz großes Ziel vor Augen: Gerechtigkeit. Dafür hat sie nicht nur ihre Heimat hinter sich gelassen, sondern auch unglaublich viel Fleiß und Mühe in ihre Arbeit gesteckt. Ihr hat niemand den Weg bereitet; sie hat sich alles allein erkämpft. Vor allem in der männerdominierten Welt der Anwälte und Richter sind der Arbeitsaufwand und die Kraft, die für so eine Erfolgsgeschichte erforderlich sind, besonders groß. Obwohl das alles heute aufgrund ihrer Ehe mit George Clooney etwas untergegangen ist, hat sie doch ein kleines Stückchen Geschichte geschrieben. Ich, jedenfalls, werde sie bestimmt nicht mehr vergessen.

Quellen:

  • https://www.biography.com/people/amal-alamuddin-clooney
  • https://web.de/magazine/unterhaltung/thema/amal-clooney
  • https://heightline.com/amal-clooney-bio-kids-religion-facts/
  • https://www.businessinsider.de/the-incredible-life-of-amal-clooney-2017-2?r=US&IR=T

Meryl Streep

von Mareille

Meryl Streep ist heute die meistnominierte Schauspielerin aller Zeiten, gewann drei Oscars und unzählige weitere Preise für ihre künstlerische Leistung, wie zum Beispiel drei Ehrendoktortitel von den renommiertesten Universitäten der USA.  Aber nicht nur als Schauspielerin kennt man sie: auch ihr Engagement für Frauenrechte, insbesondere in Zusammenhang mit der #metoo-Bewegung erregte Aufsehen.

Warum das Mädchen aus New Jersey heute so erfolgreich ist und was das mit Bügeln zu tun hat, erfahrt ihr hier.

Meryl Streep (* 22. Juni 1949) wurde als Mary Louise in Summit, New Jersey als Tochter einer Grafikerin und eines Managers eines Pharmakonzerns geboren. Als sie in der Highschool der Theatergruppe der Schule beitrat, stellte sie fest, wie viel Spaß es ihr machte. Später sagte sie dazu, es mache sie glücklich, im Herzen von jemand anderem zu leben und dessen Seele ganz nah an der eigenen zu spüren.

Nach ihrem Abschluss beschloss sie also, Drama am Vassar College in New York zu studieren. Bevor sie jedoch den Master of Fine Arts an der Yale Drama School erlangte, wollte sie sie eigentlich ihr Studium hinschmeißen und sich stattdessen für Jura einschreiben – zu unserem Glück hat sie aber die Anmeldefrist verschlafen und musste so weiter Schauspiel studieren.

Nach einigen Theaterstücken, bei denen sie mitgewirkt hatte, begann sie ihre Fernsehkarriere 1977, also mit 28 Jahren, in der Mini-Serie Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss an der Seite von Jane Fonda. Da Meryl bereits für diese Rolle („Julia“) einen Emmy als beste Hauptdarstellerin gewann, erlangte sie schnell große Berühmtheit. Schon drei Jahre später bekam sie ihren ersten Oscar für die beste Nebendarstellerin in Kramer gegen Kramer.

Meryl Streep wurde schnell erfolgreich und zu einer weltweit bekannten Schauspielerin. Bei vielen prominenten Personen kann man hier die ersten Anzeichen von Überheblichkeiten oder Suchtproblemen sehen; aber nicht bei Meryl. Ihr Geheimnis? Bodenständigkeit. Sie hat kein Haus in Hollywood, ist ein absoluter Gegner von Lügen und Heuchelei und sieht sich selbst nicht als talentiert an, sondern bezeichnet sich als Glückspilz. Statt ein klischeehaftes Hollywood-Leben zu führen, hat sie eine Familie mit vier Kindern in den Bergen Connecticuts großgezogen.

„You can’t get spoiled if you do your own ironing.“

Seit dem Beginn ihrer Karriere setzte sie sich unter anderem für die Friedensbewegung, den Kampf gegen Atomkraft und die AIDS-Hilfe ein. Auch bei der #metoo-Bewegung hat sie ihre Stimme erhoben und engagiert sich seit dem Weinstein-Skandal mehr denn je für Frauenrechte. Gerade sie weiß, wie Frauen in der Arbeitswelt, insbesodere in der Filmindustrie, behandelt werden. Nicht selten kommt es zu sexueller Gewalt oder einer Gender Pay Gap zwischen Personen mit gleichwertigen Leistungen. Um das zu ändern, spricht sie das Thema häufig in Dankesreden oder Interviews an. Außerdem ist sie wohl eine von Trumps größten Erzfeindinnen: sie ist nicht nur eine erfolgreiche Frau und Feministin, sondern vor allem eine Kritikerin seiner Person. Auf eine gegen ihn gerichtete Rede bei den Golden Globes 2017 reagierte er mit einem wütenden Tweet, in dem er behauptete, Meryl Streep sei eine der überbewertesten Schauspielerinnen Hollywoods.

Obwohl Meryl natürlich eine Meisterin ihrer Profession ist, hat auch sie ein Erfolgsgeheimnis auf Lager. Sie selbst hat es einmal sehr schön zusammengefasst:

„The formula of hapiness and success is just, being actually yourself, in the most vivid possible way you can.“

Quellen:

  • https://www.gala.de/stars/starportraets/meryl-streep-20502560.html
  • http://www.quote-coyote.com/quotes/authors/s/meryl-streep/
  • https://twitter.com/realdonaldtrump/status/818419002548568064?lang=de
  • https://www.women.com/learoseemery/lists/number-meryl-streep-quotes-that-will-liberate-you-as-a-woman
  • https://web.de/magazine/unterhaltung/thema/meryl-streephttps://www.moviepilot.de/people/meryl-streep

Sophia Amoruso

von Mareille

Sophia Amoruso hatte 2006 die Idee, ihre Vintage-Kleidung aus dem Secondhandshop auf eBay zu verkaufen – heute ist sie eine der reichsten Selfmade-Frauen Amerikas. Aber wie konnte ihr Unternehmen in so kurzer Zeit so unglaublich erfolgreich werden?

Bevor Sophia ihre Karriere als Händlerin startete, führte sie ein eher bescheidendes Leben. Sie wuchs in San Diego auf, machte ihren Highschool-Abschluss und hatte kaum Geld. Zwischenzeitlich arbeitete sie bei Subway, stahl aber auch und suchte in Müllcontainern nach Essen. Nachdem sie dann 2003 beim Klauen erwischt wurde, zog sie nach San Francisco, nahm an Kursen am Community College teil und arbeitete an der örtlichen Universität.

Ihr Interesse an Mode hatte sie aber schon immer. Sie kleidete sich ausschließlich in Vintage und hatte ein gutes Gespür für Farben, Kombinationen und für das, was der Masse gefiel. So beschloss sie 2006, einige ihrer alten Kleidungsstücke auf eBay unter dem Namen Nasty Gal Vintage – inspiriert von dem Album Nasty Gal von Betty Davis – zu verkaufen. Zu ihrem eigenen Erstaunen lief das Geschäft gut; so gut, dass sie es bald schon zu ihrem Beruf machte, stundenlang in Secondhandshops und Altkleidercontainern nach tollen Kleidern zu suchen. Des weiteren war es Teil ihres neuen Jobs, gute Fotos der Produkte zu schießen – etwas, das sie von der Masse auf eBay abhob. Ihre große Reichweite erlangte sie außerdem dadurch, dass sie schon früh das große Potenzial von sozialen Netzwerken erkannte. So hatte sie ihre eigene, kleine Community auf MySpace und machte Werbung auf Facebook. Sie vermarktete sich anders, besser als die Konkurrenz.

2008 wird Nasty Gal wegen eines Regelverstoßes von eBay verbannt und gründet so ihren eigenen Online-Shop. Der Umsatz wurde in kürzester Zeit vervielfacht, während die Website förmlich explodierte. Sophia hatte nicht nur eine Marke geschaffen, sondern auch sich selbst zur Marke gemacht. Besonders als ihr erstes Buch #Girlboss 2014 zum Bestseller wurde, und Netflix es kurz darauf als Miniserie adaptierte, war der Name Nasty Gal weltweit bekannt.

Irgendwas schien aber doch nicht so ganz rundzulaufen; Sophia trat 2015 als CEO zurück und im Folgejahr war das Unternehmen schließlich insolvent, woraufhin es aber von Boohoo [1] aufgekauft wurde.

Obwohl Sophia heute kein Teil mehr von Nasty Gal ist, hat sie das Unternehmen gegründet, erfolgreich gemacht und zur Berühmtheit geführt – dabei hat sie mit einem Haufen alter Kleider angefangen. Sie beweist nur einmal mehr, dass man kein teures Studium oder ein extravagantes Konzept braucht, um eine arrivierte Firma zu schaffen. An sich reicht schon ein bisschen Ahnung von dem, was man tut. Am wichtigsten ist aber die Passion. Denn egal, wie gut dein Businessplan auch sein mag – wenn du nicht liebst, was du tust, dann ist das Versagen nur eine Frage der Zeit. Motivation und Inspiration sind bei einem eigenen Unternehmen unentbehrlich – und wenn nicht von Passion, wo sollen die denn dann herkommen?

[1]Ein Online-Modehändler

Hier geht’s zu der Serie #Girlboss auf Netflix:

https://www.netflix.com/watch/80115750?trackId=13752289&tctx=0%2C0%2C3461c26545e37a16ca782fa3917ef97cddae82eb%3Afe5b27fe441b606aeee1e55ecb329be9bdb1bd27%2C%2C

Hier geht’s zum Shopping bei Nasty Gal:

https://www.nastygal.com/eu

Quellen:


Marsha P. Johnson

von Mareille

Marsha P. Johnson (*Malcolm Michaels am 24.08.1945, † am 06.07.1992) war eine amerikanische Drag Queen, LGBT-Aktivistin und zeitweise auch Sexarbeiterin. Heute ist sie kaum noch bekannt, obwohl sie den sog. Stonewall-Aufstand ausgelöst hat und wohl die Person ist, der wir die heutige Liberalität zu verdanken haben. Aber was machte Marsha so besonders?

Sie wuchs in New Jersey auf, interessierte sich bereits als Kind für Crossdressing (1), und war schon damals bei ihrer Mutter geoutet. Das Crossdressing gab sie aber wieder auf, bis sie nach ihrem Schulabschluss ins Greenwich Village (2) in New York City zog. Sie kam dort mit nicht mehr als 15 $ und einem Sack voller Kleidung an, wodurch sie eine lange Zeit obdachlos war. Abgesehen von dem nicht vorhandenen Geld wollte natürlich auch niemand einer schwarzen Transvestit-Künstlerin/Prostituierten eine Wohnung vermieten. Das bisschen Geld, das sie sich erarbeitet hatte, gab sie meistens für alte Kleider aus dem Secondhandshop aus, um das Crossdressing wieder aufzunehmen und endlich sich selbst zu verwirklichen. Ihre Freunde sagten später, sie würde auch oft ihre letzten zwei Dollar für Essen ausgeben, dass sie anderen Obdachlosen schenken würde. Sie wüsste, wie sehr sich eine „hungernde Queen“ über einen Chocolate Chip Cookie freuen würde. Sie war in der Drag-Szene weit und breit bekannt, jeden Tag sah man sie auf der Christopher Street und bei jeder Demonstration stand sie in der ersten Reihe. Sie wurde über hunderte Male für ihren Kleidungsstil und andere fragwürdige Gründe verhaftet – wie es auch am 28.06.1969 der Fall sein sollte. Marsha und einige Freunde waren im Stonewall Inn, einem Schwulenlokal, bis die Polizei kam. Mehrere LGBT-Personen sollten verhaftet werden, was das Fass zum überlaufen brachte. Marsha und ihre Freunde wollten die Polizeigewalt und Diskriminierung nicht länger tolerieren und wehrten sich. So warf die bekannteste Drag Queen New Yorks einen Stein ins Fenster des Stonewall Inns – und schrieb so Geschichte.

Das war aus heutiger Sicht sozusagen die erste Pride Parade (oder der erste Christopher Street Day – schließlich war das Stonewall Inn auf der Christopher Street) und wohl der entscheidendste Tag in der Geschichte der LGBT-Rechte. Danach gründete Marsha mit ihrer guten Freundin Sylvia Rivera die „Street Transvestite Action Revolutionaries (STAR)“, eine Organisation zur Unterstützung von obdachlose Transgender-Jugendlichen. Auch veranstaltete sie mit den anderen „Street Queens“ zusammen jedes Jahr die Parade in New York und setze sich so weiter für die Rechte der LGBT-Community und die Aufklärung zu HIV ein.

Marsha verschwand in der Nacht des 06.07.1992, später fand man ihre Leiche im Hudson River. Die Polizei bezeichnete es erst als Selbstmord, wobei ihre Freunde sagten, dass das nicht möglich sei. Seitdem gilt der Fall als unaufgeklärt, wobei die Polizei damals natürlich auch kein Interesse an der Aufklärung ihres Todes hatte, da sie ja eine schwarze Drag Queen war.

Marsha P. Johnson hatte gekämpft wie niemand anders – und ihre Ziele erreicht. Nicht nur Mut und Furchtlosigkeit waren wichtig dafür, sondern auch ihre endlose Freundlichkeit. Sie selbst hatte die meiste Zeit ihres Lebens nichts – kein Geld, keine Rechte, kein zu Hause. Und dennoch gab sie so viel. Sie kaufte anderen mit den letzten Scheinen in ihrer Tasche etwas zu Essen, begrüßte jeden mit einem strahlenden Lächeln und gab letztendlich jeder LGBT-Person die Rechte, die sie heute haben. Kommentare zu ihrem Äußeren oder zu ihrer geschlechtlichen Identität nahm sie gar nicht ernst. Warnungen ihrer Freunde dazu, dass ihr Aktivismus sie in Gefahr bringen könnte, dass sie aufpassen solle, schüttelte sie ab. Sie hatte ihre Ziele klar vor Augen – nichts und niemand konnte sie davon abbringen.  Immer, wenn man sie fragte, wofür denn das „P“ in ihrem Namen stünde, setzte sie ein Lächeln auf und sagte „Pay it no mind“.

(1) Das Tragen von Kleidung, die dem anderen Geschlecht vorbehalten ist

(2) Schwulen- und Lesbenviertel

Hier geht’s zu Dokus zu Marsha:

  • https://www.youtube.com/watch?v=rjN9W2KstqE&t=772s (YouTube)
  • https://www.netflix.com/watch/80189623?trackId=13752289&tctx=0%2C0%2C4c7043dda57d-407d-a11b-1a2f41b0a0e5-375599255%2C%2C (Netflix)

Quellen:

  • https://www.youtube.com/watch?v=rjN9W2KstqE&t=772s
  • https://www.biography.com/people/marsha-p-johnson-112717
  • https://medium.com/th-ink/pride-you-cant-have-pride-without-marsha-p-johnson24db5d41b320 https://www.nytimes.com/interactive/2018/obituaries/overlooked-marsha-p-johnson.html

Anna Wintour

von Mareille

Sie ist als Chefredakteurin der amerikanischen Vogue (1) die einflussreichste Frau der Modebranche, wurde von Queen Elisabeth für ihre Arbeit in den Adelsstand erhoben und diente als Vorlage für die Figur der „Miranda Priestly“ aus „Der Teufel trägt Prada“ – was wohl so einiges über ihren Charakter aussagt. Aber was steckt wirklich hinter der großen Sonnenbrille und dem einwandfreien Bob? Anna Wintour (*1949) wuchs mit vier weiteren Geschwistern (von denen eines im Kindesalter starb) in London als Tochter des Journalisten Charles Vere Wintour auf. Er interessierte sich immer schon an Annas Meinung zu seiner Arbeit und lehrte ihr so, immer auf ihre Eindrücke und Meinung zu vertrauen – eine Eigenschaft, die sich in der Modebranche als sehr nützlich erweist. Als sie mit 16 Jahren die Schule verlässt, entscheidet sie sich bewusst gegen ein Studium. Stattdessen beginnt sie eine Ausbildung bei Harrods (2) in London, wo sie ihre Liebe zur Mode entdeckt. Mit 21 begann sie dann ihre journalistische Karriere bei Harper’s Bazaar (3) und sorgte schnell für Veränderungen. Fünf Jahre später wurde sie als Moderedakteurin nach New York geschickt. Auch privat läuft es gut für Anna: Sie heiratet 1984 den Psychologen David Shaffer und bekommt mit ihm kurz darauf zwei Kinder. Ab 1986 geht es in ihrer Karriere dann richtig bergauf. Sie wird Chefredakteurin der britischen Vogue und kurz darauf auch Chefredakteurin der House & Garden. Ihr erstes Cover – zusehen ist ein Model, nur mit Jeans und T-Shirt von Chrisitian Lacroix bekleidet – erregt internationales Aufsehen und macht sie über die Grenzen Englands bekannt. Sie wird berühmt für ihr Gefühl für Modetrends und verhilft dem einen oder anderen Designer, unter anderem Michael Kors und Marc Jacobs, an die Spitze der Industrie. Schon 1988 wird Anna die Chefredakteurin der amerikanischen Vogue – eine Position, die ihr bis heute keiner abnehmen konnte – und revolutioniert die Zeitschrift. Unter ihrer Leitung konzentrierte sich das Magazin wieder ausschließlich auf Mode und es wurden die Schwester-Magazine Teen Vogue, Men’s Vogue und Vogue Living gegründet; so verhalf Anna nicht nur sich selbst, sondern auch der Vogue zum ganz großen Erfolg.

Heute, über dreißig Jahre später, hält sie immer noch Stellung auf ihrem Chefsessel. The Guardian bezeichnete sie sogar als „Unofficial mayoress of New York City“, denn sie entscheidet – auch weit über New York hinaus – was angesagt ist, und was nicht. Sie ist berühmt-berüchtigt für ihre kühle und herrische Art (wie sich in „Der Teufel trägt Prada“ zeigt, was übrigens von einer ehemaligen Assistentin geschrieben wurde), wird aber auch von vielen für ihr Durchsetzungsvermögen und ihren Ehrgeiz bewundert. Sie hat hart für ihre Ziele gearbeitet und sagte bereits ihrer Vorgängerin beim Vorstellungsgespräch, dass es ihr Ziel sei, ihren Platz einzunehmen. Mittlerweile wurde sie von Queen Elisabeth für ihre Arbeit in den persönlichen Adelsstand erhoben, ist immer noch auf Galas und den großen Fashion Weeks zu sehen und unterstützt unbekannte Designer. Sie hat wohl – ob wir es nun wissen oder nicht – unser aller Alltag mehr oder weniger beeinflusst und verändert. Ich jedenfalls, werde auf jeden Fall an sie denken, wenn ich das nächste Mal jemanden mit einer gefälschten Michael Kors-Tasche durch Hamburg laufen sehe. Der einzige Grund für Annas Erfolg ist wohl das, was ihr Vater ihr bereits als kleines Mädchen beigebracht hatte: Vertrauen in sich selbst. Wer weiß, wer sie heute wäre, wenn sie sich nie die ganz großen Ziele gesteckt hätte. Man mag sie vielleicht als lächerliche Träumereien eines naiven Mädchens bezeichnen, aber ihr Erfolg ist eine Tatsache. Wären dieser Glaube an sich selbst und das endlose Selbstbewusstsein nicht gewesen, wären diese Träume wohl niemals zu Zielen geworden. Aber dank ihnen, wurden sie nicht nur zu Zielen, sondern sogar zur Realität.

(1) Eines der wichtigsten Modemagazine der Welt

(2) Harrods ist das bekannteste Warenhaus Londons

(3) Ebenfalls eines der wichtigsten Modemagazine der Welt und damit einer der größten Konkurrenten der Vogue

Hier geht’s zu „Der Teufel trägt Prada“ auf Netflix: https://www.netflix.com/watch/70044889? trackId=13752289&tctx=0%2C0%2C7eb69a505c64c9bf2f3b970a41033afd6dd563d5%3A 367c425ab128a86cd32e230e6bce390991329711%2C%2C
Quellen:

  • https://www.gala.de/stars/starportraets/anna-wintour-20533508.html
  • http://www.whoswho.de/bio/anna-wintour.html https://www.theguardian.com/fashion/2018/sep/05/30-years-vogue-anna-wintour-changed-way-world-getsdressed

Ellen DeGeneres

von Mareille

Wir kennen sie heute als eine der bekanntesten Talkshow-Hosts des amerikanischen Fernsehens, eine allseits beliebte Moderation und jeder weiß, wer bei ihr auf der Couch sitzt, der hat’s geschafft. Aber wie hat sie es so weit gebracht? Ellen wuchs als Tochter eines Versicherungsmaklers und einer Sprachtherapeutin in einer kleinen Stadt in Louisiana, USA auf. Nach dem Abschluss der High School und einem Umzug wegen der Scheidung ihrer Eltern, brach sie ein Studium in Kommunikationswissenschaften ab, um sich der Stand-Up Comedy zu widmen. Geld verdiente sie anfangs hauptsächlich durch Gelegenheitsjobs als Barkeeperin und Kellnerin. Als sie dann einen nationalen Comedy-Preis gewann, stieg ihr Bekanntheitsgrad drastisch und sie war in verschiedenen Fernsehsendungen zu sehen. Daraufhin durfte sie sogar in der berühmten „The Tonight Show“ mit Johnny Carson auftreten und wurde sogar die erste Frau, die von Carson nach ihrem Auftritt mit auf sein Sofa gebeten wurde. Anschließend bekam sie auch als Schauspielerin die ersten kleinen Rollen, bis sie letztendlich ihre eigene Sitcom „Ellen“ erhielt. Die lief auch ganz gut, bis Ellen den gleichnamigen Hauptcharakter in der fünften Staffel, also 1997, als lesbisch outete. Das war übrigens das erste Mal in der amerikanischen Fernsehgeschichte, dass sich eine Figur als homosexuell outete.

Der Sender, ABC, hatte aber Schwierigkeiten, mit dem Thema umzugehen. So wollte er z.B. bei Folgen, die das Thema Homosexualität adressierten, zu Beginn eine Warnung zeigen, womit Ellen nicht einverstanden war. Es gab also die ersten Meinungsverschiedenheiten, die dann immer größer wurden, als auch Ellen selbst sich in der Talkshow von Oprah Winfrey als lesbisch outete. Ihre Karriere erreichte einen neuen Tiefpunkt: Sie hatte keine Arbeit mehr, die Karriere ihrer damaligen Partnerin Anne Heche wurde ebenfalls beeinträchtigt und sie stand kurz vor dem wirtschaftlichen Ruin. Aber nicht nur beruflich war die Zeit für Ellen schwierig: Sie wurde depressiv und hatte große Probleme damit, wieder gesund zu werden. In dem Jahr 2000 ging es ihr dann langsam wieder besser. Um aber regelmäßig Geld zu verdienen, musste sie wieder mit ihrer Stand-Up Comedy durch die USA touren. Sie hatte sich kurz zuvor von Anne Heche getrennt und bekam nach ihrer Rolle als „Dorie“ in „Findet Nemo“ endlich wieder die ersten Jobangebote. Daraufhin ergatterte sie zum zweiten Mal (bei einem anderen Sender) ihre eigene Sitcom („The Ellen Show“), die aber bereits nach der ersten Staffel wieder abgesetzt wurde. 2003 fand schließlich der dritte Anlauf für eine eigene Show statt: „The Ellen DeGeneres Show“.

Ellen DeGeneres musste sehr für ihre Freiheit und gesellschaftliche Anerkennung kämpfen. Bild von Pexels; 42 North

Schon nach dem ersten Jahr wurde die Show für elf Daytime Emmy Awards nominiert. Auch privat lief es wieder gut: 2004 kam Ellen mit der Schauspielerin Portia de Rossi zusammen, seit 2008 sind sie verheiratet. Jetzt hat Ellen die wohl beliebteste Daytime-Talkshow Amerikas, wird bis heute mit Preisen überhäuft (unter anderem gewann sie 21 People’s Choice Awards, 30 Emmy Awards und erhielt die Presidential Medal of Freedom) und setzt sich auch aktuell noch für LGBTQ+ Rechte ein; sie (und ihre Mutter) sind aktive Mitglieder der PFLAG (Parents, Families and Friends of Lesbians and Gays). Was Ellens Erfolgsgeschichte einem lehrt, ist wohl, dass man zu sich selbst stehen und das tun sollte, was man selbst für richtig hält. Man muss seinen eigenen Weg gehen. Ich bin mir sicher, Ellen wusste, ihr Outing könne ihrer Karriere schaden, aber sie wollte sich selbst nicht länger verstecken, wie so viele andere. Sie wollte Menschen Mut geben, sie inspirieren und etwas verändern. Was soll ich sagen? Es hat funktioniert. Wenn sich heute jemand als Teil der LGBTQ+ Community outet, ist das, zumindest in der westlichen Kultur, keine große Sache mehr.

“Never follow anyone else’s path. Unless you’re in the woods and you’re lost and you see a path, then by all means follow that path.”

Viel wichtiger ist aber, dass zu Erfolg auch immer Fehlschlag gehört. Wer laufen lernt, fällt
auch mal hin. Entscheidend ist aber, dass man eben wieder aufsteht. Natürlich ist es schwer, weiterzumachen und nicht bei jedem Tiefschlag direkt aufgeben zu wollen; das geht jedem so. Jedoch heißt Erfolg auch, Niederlagen zu akzeptieren und daraus zu lernen.

„When you take risks you learn that there will be times when you succeed and there will be times when you fail and both are equally important.”

Hier könnt ihr das lustigste aus Ellens Show finden: https://www.ellentube.com/ https://www.youtube.com/user/TheEllenShow
Quellen: https://www.gala.de/stars/starportraets/ellen-degeneres-20484804.html

  • https://www.thisisinsider.com/how-did-ellen-degeneres-become-famous-2016-11
  • https://successstory.com/people/ellen-lee-degeneres
  • https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_awards_and_nominations_received_by_Ellen_DeGeneres
  • https://awakenthegreatnesswithin.com/35-inspirational-ellen-degeneres-quotes-onsuccess/ https://www.forbes.com/sites/francesbridges/2016/10/29/celebrity-substance-ellendegeneres/#73ff837f2d4c

Malala Yousafzai – Das Mädchen, das ihr Leben für Bücher riskiert

von Mareille

Malala war zehn Jahre alt, als die Taliban ihre Heimat im Swat-Tal besetzten. Auf einmal durften Mädchen und Frauen keine Bildung mehr erfahren, sie mussten sich verschleiern und tanzen und Musik hören waren nicht länger erlaubt. Aber Malala wollte die Schule, die sie dank ihres Vaters sehr wertzuschätzen gelernt hatte, nicht mehr missen und weigerte sich, die Regeln der Taliban zu befolgen. Die BBC suchte nach einer Augenzeugin und fragte an Schulen nach Freiwilligen. Der Schuldirektor, Malalas Vater, schlug sie vor. So startete sie mit Unterstützung der BBC ein Blog-Tagebuch unter dem Namen „Gul Makai“ (dt.: „Kornblume“) und berichtete als elfjährige über Unterdrückung, Angst und Terror. Sie wurde über Nacht zu einer kleinen Berühmtheit; ihre Einträge wurden sogar ins Englische übersetzt, was internationales Interesse erweckte. 2011 wurde ihr Pseudonym schließlich aufgedeckt, da sie für den Kinder-Friedensnobelpreis nominiert wurde. Danach gewann Malala immer mehr an Bedeutung: sie trat in Fernsehshows auf, gab Interviews und hielt Reden. Leider blieb sie aber auch bei den Taliban nicht unbekannt, weshalb es dann 2012 ein Attentat auf sie gab. Ihr wurde in Kopf und Hals geschossen, weitere Schulmädchen wurden verletzt. Sie wusste, dass sie sich mit ihrem Aktivismus in Gefahr begab, aber wie sie später selbst in ihrer Nobelpreisrede sagte, hatte sie zwei Möglichkeiten: Entweder sie schwieg und wartete darauf, getötet zu werden oder sie erhob ihre Stimme und werde dann getötet.

Malala, mit einem unermüdlichen Willen für Gerechtigkeit, gab also auch nach dem knappen Tod nicht auf und kämpfte weiter, stärker als je zuvor, für die Bildungsrechte von Mädchen. Nach dem Attentat war sie gezwungen, mit ihrer Familie nach England zu ziehen und arbeitete dort mit den Vereinten Nationen, UNESCO und vielen weiteren an ihrem Ziel. Kurz darauf wurde sie zu einer weltweiten Berühmtheit und gewann etliche Preise, u.a. auch als erste Pakistani und jüngste Person aller Zeiten den Friedensnobelpreis.

Heute studiert Malala an der Oxford of University Philosophie, Politik und Wirtschaft, und kämpft weiterhin für die Bildung junger Mädchen. Außerdem gibt es mittlerweile einen Malala – Fund, um jedem Mädchen der Welt zwölf Jahre von freier, sicherer und qualitativ hochwertiger Bildung zu garantieren. Da kann jeder Malala bei ihrem Kampf – und dem von Millionen von Mädchen – unterstützen.

Wir denken vielleicht, mit einem kleinen Blog in den tiefen des Internets könne man nichts verändern, als wäre es komplett sinnlos, aber Malala beweist nur einmal mehr, dass jeder einzelne etwas bewegen kann. Selbst, wenn das eigentliche Ziel eventuell nicht erfüllt werden kann, kann man anderen Zuversicht und Vertrauen schenken. Malala hat das getan und bis ans bittere Ende gekämpft – und ich bin mir sicher, ihr Kampf ist noch nicht vorbei. Sie selbst sagt immer wieder, dass nichts und niemand sie stoppen kann, wie sie nach dem Attentat auch bewiesen hat. Ihr Charakter ist geprägt von Mut und Ehrgeiz; Eigenschaften, die ihr niemand nehmen kann. Wenn überhaupt, kann man sie nur verstärken. Sie ist das Paradebeispiel für eine unermüdliche Kämpfernatur und jemanden, der nie vom Weg abkommt und das Ziel klar vor Augen hat – ganz egal, welche Steine auch im Weg liegen mögen. Und genau da liegt der Schlüssel zu ihrem Erfolg – niemals aufgeben.

Hier kommt ihr zu Malalas Blog: https://www.bbc.com/news/world-asia-29565738

Hier geht’s zu dem Malala – Fund: https://malala.org/about

Hier findet ihr eine Dokumentation auf Netflix: https://www.netflix.com/watch/80048218?trackId=13752289&tctx=0%2C0%2C0c966eeac059-468c-b9bd-8cbe71b5cbd4-3329636%2C%2C

Quellen:

https://www.planetwissen.de/kultur/naher_und_mittlerer_osten/pakistan/pwiemalalasmutigerkampffuerbildung100.html https://www.zeit.de/2015/41/malala-film-vater/seite-3 https://www.theguardian.com/global-development/2012/jun/26/pakistan-education-swat-valley-taliban                                                                                                        http://unesco.org.pk/education/documents/publications/Why%20Gender%20Equality%20in%20Basic %20Education%20in%20Pakistan.pdf https://www.malala.org/malalas-story